
Öffnung, Stativ und Zubehör: So findest du das erste Teleskop, das dein Kind wirklich nutzt.
Ein Kinderteleskop soll Neugier wecken und nicht im Schrank landen. Das gelingt, wenn es schnell aufgebaut ist, einen scharfen Mond zeigt und sich einfach bedienen lässt. Auf dieser Seite zeigen wir sechs Teleskope zwischen 40 und 140 Euro mit Öffnung, Brennweite und Zubehör. Die Angaben stammen aus den Herstellerangaben und Amazon-Produktseiten; wir haben die Geräte hier nicht selbst gemessen.
Willst du zuerst wissen, was du mit einem Anfänger-Teleskop sehen kannst? Dann lies unseren Ratgeber Jupiter und Saturn sehen. Weitere Modelle für Erwachsene findest du auf der Startseite mit allen Teleskopen.
| Modell | Eckdaten | Preis* |
|---|---|---|
| Misilmp 360/50 | 50 mm Öffnung · 360 mm Brennweite | 39,99 € |
| OYS 70/400 | 70 mm Öffnung · 400 mm (f/5,7) | 59,99 € |
| ESAKO 70 mm | 70 mm Öffnung · Linsenteleskop | 69,99 € |
| Bresser Junior 70/400 | ab 8 Jahren · 70/400 mm | 79,90 € |
| Bresser NANO AR-70/700 | 70/700 mm · bis 140-fach | 109,00 € |
| CELTICBIRD 80/600 | 80 mm Öffnung · 600 mm Brennweite | 138,00 € |
Preis-EinstiegDas Misilmp 360/50 ist das günstigste Teleskop dieser Auswahl. Es hat 50 mm Öffnung und 360 mm Brennweite, ein Sucherfernrohr und ein Aluminium-Stativ. Zum Lieferumfang gehören Okulare mit 20 mm und 6 mm. Mit nur 50 mm Öffnung sammelt es wenig Licht, für Mond und helle Planeten reicht es zum Reinschnuppern.
Fazit: Der günstige Test, ob dein Kind dranbleibt.
Mit Handy-AdapterDas OYS-Teleskop nennt 70 mm Öffnung und 400 mm Brennweite (f/5,7) bei einer AZ-Montierung. Es kommt mit zwei Okularen (20 mm und 9 mm) und einem Adapter, mit dem Kinder Mond-Fotos mit dem Handy machen können. Der Anbieter nennt eine lebenslange Garantie.
Fazit: Mehr Öffnung als die Kleinsten, mit Handy-Foto-Spaß.
Für EinsteigerDas ESAKO ist ein tragbares Linsenteleskop mit 70 mm Öffnung, das ausdrücklich für Kinder und Einsteiger angeboten wird. Als Linsenteleskop ist es wartungsarm und braucht keine Justage. Detaillierte Angaben zu Brennweite und Okularen findest du auf der Amazon-Produktseite.
Fazit: Unkompliziertes Linsenteleskop für den Start.
Ab 8 JahrenDas Bresser Junior ist laut Hersteller für Kinder ab 8 Jahren gedacht. Zum Lieferumfang gehören ein Rucksack, ein 5x24-Sucherfernrohr, ein Zenitprisma, drei Okulare (H20, H12, H6), eine 1,5x-Umkehrlinse für Beobachtungen am Tag und ein Stativ. Die Umkehrlinse macht das Teleskop auch tagsüber nutzbar, etwa für Vögel.
Fazit: Das rundeste Kinder-Set mit Markenhersteller und Rucksack.
Mehr BrennweiteDer Bresser NANO AR-70/700 hat 70 mm Öffnung und 700 mm Brennweite. Laut Bresser sind bis zu 140-fache Vergrößerung möglich, das reicht für Mond und für Jupiter samt Hauptwolkenbändern. Die azimutale Montierung mit Aluminium-Dreibeinstativ lässt sich einfach ausrichten, ein LED-Leuchtpunktsucher hilft beim Finden.
Fazit: Für Kinder, die schon wissen, dass sie Planeten sehen wollen.
Große ÖffnungDas CELTICBIRD hat 80 mm Öffnung und 600 mm Brennweite und wird für Astronomie-Anfänger angeboten. Die größere Öffnung sammelt mehr Licht als die 70-mm-Modelle, dafür ist das Gerät größer und schwerer. Es passt eher zu Jugendlichen oder Familien, die gemeinsam beobachten.
Fazit: Wenn Eltern und Kind gemeinsam den Himmel erkunden wollen.
Öffnung (Durchmesser der Linse in mm) bestimmt, wie viel Licht das Teleskop sammelt. Je größer, desto mehr siehst du. Brennweite und Okular bestimmen die Vergrößerung. Eine Faustregel besagt, dass die sinnvolle Maximalvergrößerung etwa das Doppelte der Öffnung in Millimetern beträgt. Ein 70-mm-Teleskop schafft also rund 140-fach, wie es Bresser angibt. Werbeversprechen von 300-fach oder mehr bei 50 mm Öffnung sind nicht nutzbar, das Bild wird nur dunkel und unscharf.
Ein wackeliges Stativ verdirbt jedem Kind den Spaß, weil das Bild bei jeder Berührung zittert. Achte auf ein Stativ aus Aluminium mit festen Beinen und einer einfachen Azimutal-Montierung, die sich nach links, rechts, oben und unten bewegen lässt. Ein Sucherfernrohr oder Leuchtpunktsucher hilft Kindern, Mond und Planeten schnell zu finden.
Sterne bleiben auch im Teleskop Lichtpunkte, deshalb lohnen sich vor allem Mond und Planeten.
Hersteller wie Bresser empfehlen Kinderteleskope ab etwa 8 Jahren. Jüngere Kinder brauchen die Hilfe der Eltern beim Einstellen und Finden. Ein Fernglas ist für die ganz Kleinen oft der einfachere Einstieg. Wähle in jedem Fall ein Gerät, das dein Kind selbst tragen und aufbauen kann.
Für Kinder sind Linsenteleskope (Refraktoren) meist die bessere Wahl: Sie sind robust, brauchen keine Justage und können auch tagsüber genutzt werden. Spiegelteleskope bieten für denselben Preis mehr Öffnung, sind aber empfindlicher und müssen gelegentlich justiert werden.
Eine drehbare Sternkarte hilft, Sternbilder und Planeten zu finden, und kostet nur wenige Euro. Eine Taschenlampe mit Rotlicht schont die Nachtsicht der Augen. Warme Kleidung und ein Klappstuhl machen aus zehn Minuten schnell eine halbe Stunde. Ein Mondfilter oder ein zusätzlicher Okular-Satz ist anfangs nicht nötig, solange die mitgelieferten Okulare für Mond und Planeten ausreichen.
Mond und Planeten sind hell genug, damit du sie auch in der Stadt siehst. Für Sternhaufen und die Milchstraße brauchst du dunklen Himmel ohne Straßenlaternen. Ein Balkon mit Blick Richtung Süden oder ein Garten reicht für den Einstieg. Stelle das Teleskop auf festen Boden, nicht auf eine wackelnde Balkonplatte.
Beginne bei Dämmerung mit dem Mond. Suche zuerst mit dem Okular mit der größten Brennweite (z. B. 20 mm), weil du so ein größeres Bildfeld hast. Stelle das Teleskop eine halbe Stunde vorher nach draußen, damit es sich der Außentemperatur anpasst, und schaue nie ohne geeigneten Sonnenfilter in die Sonne.
Ein Linsenteleskop mit 70 mm Öffnung, stabilem Stativ und Sucher ist für die meisten Kinder ab 8 Jahren die beste Wahl. Das Bresser Junior 70/400 bringt dafür Rucksack und Zubehör mit.
Etwa ab 8 Jahren, wenn Kinder das Gerät selbst einstellen können. Jüngere Kinder brauchen die Hilfe der Eltern.
Den Mond mit Kratern, die vier großen Jupitermonde, den Saturn mit Ring und die Phasen der Venus. Sterne bleiben Lichtpunkte.
Einstiegsmodelle gibt es ab etwa 40 Euro. Brauchbarere Geräte mit 70 mm Öffnung und stabilem Stativ liegen bei 60 bis 140 Euro.
Nein, nie ohne einen speziellen Sonnenfilter vor dem Objektiv. Ohne Filter kann der Blick in die Sonne die Augen dauerhaft schädigen.
Ein Handy-Adapter macht Mond-Fotos möglich und motiviert viele Kinder. Die Bildqualität hängt vom Teleskop und vom Handy ab.